Lizenzverwaltung

Bereitstellung und Verteilung von Lizenzen

  • Alle Lizenzinformationen werden in einer zentralen, gesicherten Datenbank bereitgestellt, auf die alle NoSpamProxy-Installationen in regelmäßigen Abständen zugreifen. Im Rahmen dieses Pull-Verfahrens werden ausschließlich Informationen zur genutzten NoSpamProxy-Version und zum Betriebssystem an den Hersteller übermittelt.
  • Bei Bezug über Anbieter wie beispielsweise dem ALSO-Cloud-Marketplace kann der monats- und benutzergenaue Bezug von NoSpamProxy Server jetzt auch ohne wiederholtes Zusenden und Einspielen neuer Lizenzen umgesetzt werden.
  • Unstimmigkeiten zwischen Bestellungen und ausgestellten Lizenzen fallen unmittelbar auf und können gemeinsam mit dem Vertriebsteam geklärt werden.
  • Durch den Versand des eindeutigen Links auf ein online verfügbares Lizenzzertifikat kann keine als Anlage versendete PDF-Datei mehr verloren gehen. Die PDF-Datei mit dem Zertifikat kann beispielsweise durch den Print-to-PDF-Drucker auf allen Windows-Clients selbst erzeugt werden.
  • Das Lizenzzertifikat enthält auch den aktuellen Wartungszeitraum des jeweiligen Kunden.
  • Die Lizenzierung der 32Guards Sandbox ist ebenfalls im Zertifikat ersichtlich.

Lizenzwerte und Zählwerte

  • NoSpamProxy Server wird nach dem Prinzip der "schlagenden Herzen" lizenziert. Das bedeutet beispielsweise, dass ein Benutzer, der über zwei E-Mail-Postfächer verfügt, lediglich eine NoSpamProxy-Server-Lizenz benötigt. Welche Lizenz das im Details ist, richtet sich nach dem gewünschten Funktionsumfang (Protection, Encryption, Large Files, Disclaimer). Die Anzahl der lizenzierten Benutzer steht in der NoSpamProxy-Server-Lizenz hinter jeder einzelnen Funktion.
  • In NoSpamProxy Server ist ein Zählmechanismus enthalten. Dieser Mechanismus ermöglicht es, eine Übersicht der aktiven E-Mail-Adressen zu erhalten, die eine der lizenzierten Funktionen verwendet. Hierbei kann es zu Abweichungen von der Anzahl der lizenzierten Benutzer kommen, da auch E-Mails von und an Funktionspostfächer mitgezählt werden. Standardmäßig gewährt NoSpamProxy Server eine Abweichungstoleranz von 20 Prozent. Hat ein Kunde beispielsweise 100 Benutzer NoSpamProxy Server Protection lizenziert, wird der Zählmechanismus erst ab 120 gezählten E-Mail-Adressen eine Warnung generieren. Wenn NoSpamProxy Server durch Synchronisation – beispielsweise mit dem Active Directory – zwei unterschiedliche E-Mail-Adressen demselben Benutzer zuordnen kann, wird dies als eine Lizenz gewertet.

Zählweise

  • Alle Werte werden über einen Zeitraum von 90 Tagen gemessen. Eine Ausnahme ist der Wert für die 32Guards Sandbox. Hier wird lediglich ein Zeitraum von 30 Tagen betrachtet.
  • Alle Werte werden auf Benutzer aggregiert, sofern dies möglich ist. Wenn die Zuordnung auf Benutzer nicht möglich ist, wird jede E-Mail-Adresse einzeln gezählt. Hierbei werden auch die E‑Mail-Adressen gezählt, die unter E-Mail-Server des Unternehmens hinzufügen hinterlegt sind. Dies ist auch dann der Fall, wenn E-Mails von extern unter Benutzung der Unternehmensdomäne gesendet werden.
  • Plusadressen (auch Unteradressen genannt) werden im Rahmen der Lizenzierung nicht gezählt, sofern die Plusadressierung für die jeweilige Domäne aktiviert ist. Dies gilt sowohl für die Lizenzierung der Module als auch für die Lizenzierung von Diensten. Es werden nur die zu Grunde liegenden E-Mail-Adressen der Benutzer gezählt, für die Plusadressen vorliegen. Siehe Plusadressierung. Zusätzliche Informationen zur Plusadressierung finden Sie in der Microsoft-Dokumentation.
  • Adressen, die nach dem Sender Rewriting Scheme (SRS) umgeschrieben wurden, werden nicht gezählt, weder für die Lizenzierung der Module noch für die Lizenzierung von Diensten. Zusätzliche Informationen zum SRS finden Sie in der Microsoft-Dokumentation.

Zählweise nach Modul oder Dienst

NoSpamProxy Protection Anzahl aller Absender-E-Mail-Adressen in ausgehenden E-Mails.

NoSpamProxy Encryption Anzahl der Adressen, die mindestens eine E-Mail per S/MIME oder PGP signiert und/oder verschlüsselt und/oder entschlüsselt beziehungsweise PDF-Mails versendet haben.

NoSpamProxy Disclaimer Anzahl der Adressen mit angewandtem Disclaimer auf eingehenden und ausgehenden E-Mails.

NoSpamProxy Large Files Anzahl der Adressen von eingehenden und ausgehenden E-Mails, bei denen Anhänge durch Large Files verarbeitet wurden.

32Guards Sandbox Anzahl der Adressen, deren zugehörige E-Mails Dateien enthalten, die in die Sandbox hochgeladen wurden.

TIP: Auf unserer GitHub-Seite finden Sie ein Skript, das Ihnen eine Übersicht der aktiven Lizenzen mittels Powershell herausgibt. Alternativ können Sie das mitgelieferte Powershell-CmdLet Get-NspFeatureUsage verwenden.

Vorgehen bei Lizenzproblemen oder Unterlizenzierung

Sollten nach der Umstellung Lizenzprobleme auftreten, wird eine entsprechende Warnung im NoSpamProxy Command Center angezeigt sowie dem Administrator als E-Mail zugesandt. Dabei sind mehrere Warnstufen und ausreichende Reaktionsfristen berücksichtigt, so dass Unstimmigkeiten rechtzeitig geklärt werden können. In keinem Fall kommt es zu unmittelbaren Funktionseinschränkungen oder Stillständen bei der Verarbeitung von E-Mails.

Da die Lizenzierung auf der Basis der Anzahl tatsächlicher Benutzer erfolgt und NoSpamProxy Server lediglich die Anzahl unterschiedlicher E-Mail-Adressen erkennen kann, von denen E-Mails versendet wurden, kann es bei einer sehr hohen Anzahl von Funktionspostfächern zu einer Überschreitung der Toleranz von 20 Prozent führen. In diesem Fall muss ein Kunde entsprechend nachlizensieren.

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte das NoSpamProxy-Vertriebsteam per E-Mail oder per Telefon unter +49 5251 304 800.

Einschränken der Encryption-Funktion bei abweichender Lizenzierung

Sie können die Encryption-Funktion einschränken – beispielsweise, um bei Abweichungen zwischen Encryption- und Protection-Lizenz eine Überschreitung der Encryption-Lizenz zu vermeiden. Gehen Sie dazu folgendermaßen vor:

  1. Legen Sie in Entra ID eine Gruppe an, deren Mitglieder verschlüsselt und signiert versenden sollen.

  2. Fügen Sie diese Gruppe nach der nächsten Synchronisation in dem NoSpamProxy Command Center unter Identitäten > Unternehmensbenutzer > Automatischer Benutzerimport hinzu.

    HINWEIS: Für die Gruppe selbst sind keine besonderen Einstellungen erforderlich.

  3. Gehen Sie zu Konfiguration > Regeln und duplizieren Sie die Standardregel All outbound emails.

  4. Wählen Sie in der duplizierten Regel im Bereich Absender die zuvor angelegte Gruppe aus.

  5. Vergeben Sie einen passenden Namen, zum Beispiel All outbound emails with encryption und speichern diese Regel ab.

  6. Passen Sie anschließend die ursprüngliche Standardregel All outbound emails an, indem Sie folgende Aktionen entfernen:

    • S/MIME- und PGP-Signatur sowie Verschlüsselung (vorzugsweise ausgehend)

    • E-Mail in ein PDF-Dokument konvertieren

    • Anhänge mit einem Passwort schützen

  7. Geben Sie dieser Regel einen passenden Namen, zum Beispiel All outbound emails without encryption und speichern diese Regel ab.

  8. Ordnen Sie die neue duplizierte Regel All outbound emails with encryption über der Regel All outbound emails without encryption an.

Die Verschlüsselung und Signierung erfolgt nun ausschließlich für E-Mails von Mitgliedern dieser Gruppe. Alle anderen E-Mails werden ohne Verschlüsselung und Signatur versendet.

HINWEIS: Falls Sie kein Entra ID oder Active Directory nutzen, müssen Sie die Benutzer manuell in der duplizierten Regel hinterlegen.